Dienstag, 27. Dezember 2011

Die Kunst der guten Vorsätze

Habe für das neue Jahr einen Artikel für unsere Zeitung geschrieben über die guten Vorsätze. Und da die nächste Zeit nicht all zu viel passiert hier etwas Lesestoff:

Vorsätze tun gut
Ein immer wiederkehrendes Phänomen zum Jahreswechsel: es kommen wieder die guten Vorsätze ins Spiel. Was wird mir das kommende Jahr bringen? Welches Ziel setze ich mir und was will ich in meinem Leben verändern? Im nächsten Jahr soll es auf alle Fälle gesünder und entspannter werden. Das zumindest hatten wir Deutschen uns für 2011 vorgenommen.
Laut einer Forsa Studie über die guten Vorsätze für 2012 liegt in diesem Jahr die Verschönerung von Haus und Garten an erster Stelle, gefolgt von mehr Zeit für Sport und Hobby auf den Plätzen 2 und 3. Aber wie heißt es doch so schön: Vorsätze sind wie Aale - leicht zu fassen, aber schwer zu halten
Der Vorsatz für eine Veränderung ist schnell getroffen – bei der Umsetzung oder dem Durchhalten hingegen, scheitert es bei vielen bereits in den Anfängen. Eine Teilschuld der Vorsatzfassung kann man ruhig der heutigen Zeit in die Schuhe schieben. Der Zeitdruck im Job, der Anspruch, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen sowie finanzielle Sorgen setzten uns oft unter enormen Stress. Hier die Balance zu finden um fit zu bleiben ist eine Herausforderung, der wir zum Jahresbeginn mit guten Vorsätzen gerecht werden wollen. Denn die Zeit zwischen den Jahren eignete sich besonders dazu, um eine Bilanz zu ziehen und sich neue Ziele zu stecken.
Viele fangen es ruhig an: Da wird zuerst das neueste Jahreshoroskop gelesen, um sich schon einmal mental auf die bevorstehenden Ereignisse einzustimmen. Dann könnte man ja noch den Französischkurs an der Volkshochschule in Angriff nehmen, der abgebrochen wurde, weil einfach die Zeit gefehlt hatte Vokabeln zu lernen, da immer irgend etwas dazwischen kam. Dem „Hüftgold“ das sich angesetzt hat geht es jetzt definitiv an den Kragen. Ganz zu schweigen von dem Badeanzug, der ein gelangweiltes Dasein in der untersten Schublade fristet, aber das Wetter war irgendwie auch immer zu kalt oder zu heiß....

Damit sich nach ein paar Wochen nicht gleich wieder die alten Gewohnheiten einschleichen sollte man einiges beherzigen. Mit ein paar Tipps lassen sich Fallstricke umgehen, Ziele besser erreichen und verfolgen: „Ich nehm` im neuen Jahr ab…“, mit so einer Aussage ist die Mission schon zu Beginn zum Scheitern verurteilt und landet meist noch am selben Abend mit dem Karton der Fertig-Pizza im Abfalleimer.

Wichtig dabei ist, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein - kann ich es auch schaffen - und wann beginne ich mit der Umsetzung! Das sind die besten Voraussetzungen und steigert die Erfolgsquote enorm. Motiviert euch selbst, indem ihr euch vorstellt welche Vorteile es dir bringt. „Im Sommer passt die Hose bestimmt wieder“, träum den Erfolg schon einmal vor! Das erzeugte positive Gefühle. Aber sich auch vorzustellen was passiert, wenn man sein Verhalten oder eine Gewohnheit nicht ändert verhilft das Vorhaben umzusetzen. Am besten den gefassten Vorsatz aufschreiben und an sichtbarer Stelle aufhängen. Ein Zettel am Badezimmerspiegel oder am Kühlschrank appelliert zugleich an das schlechte Gewissen. Wichtig ist, man darf sich nicht Überfordern.

Nicht den Fehler machen, die Ziele zu hoch zu stecken oder zu viele umsetzen zu wollen denn eine Selbstkasteiung bringt bestimmt nicht den gewünschten Erfolg. "Ab jetzt jeden Tag Sport“ klingt zwar gut – aber funktioniert in den meisten Fällen nie. Wer sich bis jetzt wenig bewegt hat, der sollte sich nicht gleich der Halbmarathongruppe im Ort anschließen. Ein flotter Spaziergang 2-3 Mal in der Woche ist doch schon ein guter Anfang. Und wenn der Mann oder die Freundin mitmachen fällt es nochmal leichter.

Sollte sich dann doch einmal ein Misserfolg einschleichen, ist es hilfreich im Vorfeld vorsichtshalber einen „Notfallkoffer“ gepackt zu haben. Statt des Griffs zur Zigarette, lieber zum Telefonhörer und einen Freund angerufen der für Ablenkung sorgt. Wenn eine Geburtstagsfeier ansteht sich schon vorher überlegen wie voll man den Teller macht oder gleich die Tasche für einen Schwimmbadbesuch am nächsten Tag packen. Oberstes Gebot bei kleinen Rückschlägen: Nicht frustrieren, locker bleiben, weiter sein Ziel verfolgen. Beherzigt man den einen oder anderen Rat, hat man gute Chancen, dass die guten Vorsätze zumindest den Januar überleben. Wer es nicht auf Anhieb schafft, sollte ebenfalls nicht verzweifeln - denn bei rechter Überlegung bestehen auch in diesem Jahr wieder 365 Chancen, sein Leben zu verändern.

Um die guten Vorsätze wenigstens über die ersten paar Wochen zu retten, kann man gut mit Kompromissen arbeiten. Anstatt beim alten Französischkurs einzusteigen und sich schon gleich zu Beginn wieder unter Stress zu setzten, einfach noch einmal den Anfängerkurs wiederholen. Und die Wenigsten haben Lust in den Wintermonaten im Dunkeln bei Regen oder Schnee ihre Runden zu drehen. Verlegen Sie Ihre Aktivität einfach auf das Wochenende.
Aber nicht allzu betrübt sein, wenn man nach geraumer Zeit, wie auch der Schriftsteller Roger Pfaff, feststellt: „Die guten Vorsätze sind die erste Enttäuschung im neuen Jahr“. 2013 kommt bestimmt und man kann zu Recht sagen: Nach dem Vorsatz ist vor dem Vorsatz und als schwächelnder Vorsatzbrecher ist man alle Jahre wieder in guter Gesellschaft. Mein Vorsatz jedenfalls für das neue Jahr ist: Kein Vorsatz für das neue Jahr.
In diesem Sinne: Alles Gute im Neuen Jahr.

Some tips for the New Year`s resolutions: consider well and be honest by yourself and how importent is it for you? Don`t overestimate yourself - maybe so you have a chance, your resolutions experience february. But don`t be sorrowful about you do realize: The New Year`s resolutions are the first disappointment in the New Year. And my resolutions for the New Year: No resolutions for the New Year. In this sense: A happy New Year!

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