Mittwoch, 28. März 2012

Weiterbildung - Seminarbericht

 Hier hat eine nette Kollegin vom Seminar einen Bericht über unsere Woche verfaßt. Vielen Dank Regula und ich hoffe wir sehen uns mal wieder.

Leichter Einstieg mit viel Spaß

Ein Seminarbericht von Regula Müller Brunner, gespickt mit Zitaten der Kursteilnehmenden (kursiv gesetzt)
 Seminarszene
Fünf Tage, zwölf Teilnehmende und Ulrike Schnellbach – viel zu wenig Zeit, aber ganz toll genutzt
Kurz, klar, konkret – so lautet das Thema eines Seminars der Journalisten Akademie der Friedrich Ebert Stiftung. Kurz war die Woche, die Tage verflogen im Nu. Klar waren die Instruktionen der Seminarleiterin. Konkret sind die Tipps fürs weitere Üben.
Schreiben im Frankenland: Gemeinsam üben, Neues erfahren und Bekanntes vertiefen. Es ist ein Seminar für Berufseinsteigende, die nützliche Theorie zum journalistischen Texten erhalten und üben wollen, wie man kurz, klar und konkret schreibt. Angesprochen fühlen dürfen sich auch Leute, die beruflich bereits schreiben, aber nie eine entsprechende Ausbildung genossen haben. In dieser März-Woche 2012 in Würzburg ist das Altersspektrum breit: Zwanzigjährige sind ebenso dabei wie solche, die von sich sagen: „Nach einem Blick in den Ausweis: leider schon 46.“ Die Seminarleiterin Ulrike Schnellbach ist eine versierte Journalistin, die aus einem reichen Fundus an eingängigen Beispielen aus der Praxis schöpfen kann.
Der eine Teil des Seminars widmet sich den Regeln für Wörter, Sätze und Grammatik, den Fragen zum Stil sowie Überschrift und Vorspann. Denn: Ob ein Text gut ist, entscheidet sich (auch) an sprachlichen Details. Das Seminar schärft den Blick für diese Feinheiten.
Im anderen Seminarblock diskutiert die professionelle Kursleiterin mit der konzentriert arbeitenden Gruppe journalistische Darstellungsformen wie Nachricht, Reportage, Feature und Portrait. Viel Platz haben der Austausch untereinander zu den verfassten Texten sowie das individuelle Coaching durch Ulrike Schnellbach. Sie ist super vorbereitet und kompetent.  Wechselt gekonnt von einer in die nächste Unterrichtsform und gibt Tipps für den Alltag, die in keinem Lehrbuch stehen. Zum Beispiel jener, kleine Zettel mit Merksätzen an den Bildschirm zu kleben und sie regelmäßig auszuwechseln. Theorie vermittelt sie anschaulich, indem die Teilnehmenden beispielsweise in Gruppen den Aufbau von Bericht, Reportage und Feature erarbeiten und visualisieren. Das Märchen von Hänsel und Gretel wird in eine Nachricht für eine Tageszeitung umgeschrieben. Bei der Besprechung amüsieren sich alle über die originellen Kriminalfälle, die man sich ausgedacht hat.
Ohnehin ist die Stimmung gelöst und mit dem Schreiben kommt der Spaß daran. Bei der Aufgabenstellung, ein kurzes Portrait über einen Kollegen oder eine Kollegin zu verfassen, muss zwar der eine oder die andere erst mal eine Schreibblockade überwinden: "Das ist eine kranke Aufgabe", rutscht es einem Teilnehmer spontan heraus – „aber echt klasse!“ Ganz so abwegig entpuppt sie sich dann doch nicht, am Ende haben einigen Teilnehmenden gerade die Übungen zum Portrait und zur Reportage besonders gefallen.
Der Tagungsort ist schön gelegen im Wald oberhalb der Barockstadt Würzburg. Die Akademie Frankenwarte bietet komfortable Zimmer, gutes Essen, eine moderne Infrastruktur im Seminarraum und eine Weinstube für die gemeinsamen Abende. Rundum angenehm gemacht habe es auch die gute Organisation, findet denn auch nicht nur eine Teilnehmerin.
Der zwischenmenschliche Aspekt ist beim Zusammensein über fünf Tagenicht unwichtig. Die verschiedenen Dialekte aus allen Teilen Deutschlands und der Schweiz sowie die Akzente der Teilnehmenden aus Polen, dem Kosovo und Kanada verursachen manch ein Schmunzeln oder einen linguistischen Exkurs.
Feedback wird von allen überaus wohlwollend gegeben, insbesondere vom Profi Ulrike Schnellbach. Eine Teilnehmerin stellt fest: Ich habe in diesem Seminar viel gelernt: übers Schreiben, aber auch über Menschen. Und eine andere sieht ihr Lebensmotto, das anlässlich des Portraitierens Thema war, in diesem Kurs bestätigt: Es sind die Verbindungen zwischen Menschen, die dem Leben seinen Wert geben!
Am Freitagmittag lautet die Zusammenfassung: Wir haben einen guten Überblick über das journalistische Handwerk erhalten. Allerdings: Für guten Journalismus muss man üben, üben, üben. Einen Anfang haben wir hier gemacht. Zu Hause geht es weiter.

Last Week I absolfed an journalistic class for a week. It was great, very professional and I learned a lot of things.  This is the report from one of our seminar-attendant, her name is Regula from the switzerland. Thank you Regula for a great week and I hope I see you again. 

1 Kommentar:

  1. Dein Seminar klingt sehr spannend! Letztes Wochenende war ich in Würzburg und war wieder begeistert. Die Stadt punktet mit ihrer hohen Lebensqualität und tollen Atmosphäre. Ich habe mich an der alten Mainbrücke wie im Urlaub gefühlt.

    Ich wünsche Dir viel Spaß mit Bruce. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. :-)

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