Freitag, 26. Oktober 2012

Attacke!


Nachdem man(n) gemeckert hat, er könne den Heizungskeller nur noch mit Machete betreten und müsse sich von Spinnwebe zu Spinnwebe seinen Weg hangeln, hab ich mir gesagt: Frau kunstecht hab ich mir gesagt, Frau kunstecht bewaffne dich und nimm den Kampf auf. Gesagt getan - ich habe den Raum von diversen 8-beinigen Leichen sowie Staub und Spinnwebengedöns befreit und ihn wieder zu einer klinisch einwandfreien Zone hergestellt.

Jeder hat doch so seine Todeszone in der Wohnung, oder? Apropos Wohnung... Wie ich schon einmal kundgetan habe, bin ich begeisterter Wohnungsspanner. Und ich bin  der festen Überzeugung dass man aufgrund des Zustandes einer Wohnung sieht, wie es im Kopf des jeweiligen Wohnungsinhabers aussieht. Bekommt jemand das Chaos in seiner Wohnung nicht in den Griff, trifft dies sicher auch auf sein Leben zu. Das heißt jetzt nicht dass wenn die Wohnung mal nicht aufgeräumt ist - kommt in den besten Familien vor *räusper* - man gleich sein Leben nicht im Griff hat aber, wenn Chaos ein Dauerzustand ist (selbst in einer toll designten Wohnung) - und man selbst erkennt dass Handlungsbedarf besteht ist dies schon ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dabei kann man auch gern auf die Unterstützung von Freunden zurückgreifen. Manchmal sieht ein Außenstehender eher was zu tun ist.

Du siehst in dem Moment nur den ganz großen Berg vor dir den du zu bewältigen hast. Aber wenn man in kleinen Schritten denkt, fällt vieles leichter. Nimm dir jeden Tag nur ein Ding vor, nur die eine Schublade aufräumen, nur das eine Fenster putzen, nur die eine Schachtel entsorgen... dann sind das in einer Woche schon 7 Sachen die weg sind. Und sobald man zuhause klar Schiff und vor allem eine Struktur  hat setzt sich diese Struktur im Alltag fort und man plant vielleicht einiges anders. Aber, man muss es selbst erkennen um daran arbeiten zu können.

Es gibt Wohnungen die sind

minimalistisch - so ist sicher auch der Bewohner ein Mensch mit klaren Regeln und geradeaus denkend.
liebevoll-chaotisch - deren Bewohner sind zwar ein Hansdampf in allen Ecken, man schüttelt auch mal den Kopf über sie, aber sie kommen gut klar und  haben immer ein offenes Ohr.
aus dem selben Möbelhaus - so ist auch der Alltag dieser Bewohner, gemütlich konservativ mit einer klaren Linie.
kreativ mit shabby look -  auch deren Bewohner sind stylisch-kreative Leutchen
undsoweiterundsoweiter...

Jetzt hoffe ich mal, dass das Messiesyndrom, das sich bei diversen jüngeren Mitbewohnern im eigenen Haushalt andeutet noch in den Griff zu bekommen ist.

Kommentare:

  1. Lustiger Post... ran an die Spinnen!
    Ich hoffe, die Kinder sind noch zu retten. Messietechnisch.
    Gruß
    Oona

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