Mittwoch, 21. Mai 2014

Schule? Reine Nervensache

...bei Kids und Eltern!
Bei uns ist derzeit das Thema Ausbildung angesagt, unsere Mittlerste verläßt nächstes Jahr nach der 10. die Schule und will was lernen. Ich bin froh dass bei uns auch mit den beiden jüngeren das Thema Schule nur bis zur 10. geht. Jetzt sagen sicher einige: Das sagt die nur weil keiner von ihren auf dem Gymnasium ist. Nee kann ich da nur sagen. Is` nich` so! Schulbildung ist wichtig - das steht außer Frage. Aber ob Abi sein muss stelle ich mal in den Raum. Vor allem wenn ich sehe was da teilweise von den Eltern für ein Zirkus betrieben wird.

Wenn jemand nicht unbedingt  den numerus clausus braucht, finde ich den Realschulabschluß und bei Bedarf eine weiterführende FOS,  die schon berufsbezogen ist, sinnvoller. Unsere Mittlere macht im Moment den M-Zug der Mittelschule,  unsere Jüngste ist auf der Realschule und schon da sieht man in Bezug auf Berufsvorbereitung ganz schöne Unterschiede. Und die Realschule ist im Gegensatz zum Gymnasium in Bezug auf Berufsfindung noch mal einen Schritt voraus. Ich finde, je älter die Kids werden, um so weniger wissen sie was sie werden wollen. Das ist mir bei den Freunden meines Ältesten die alle das Gymi besuchten sehr bewußt geworden.

Die Mittelschule ist sehr gut auf Berufsfindung ausgerichtet. Es müssen 5 Praktika in zwei Jahren absolviert werden und auch was an der Schule dafür gemacht wird ist klasse. Ich bin bekennender Hauptschulabsolvent mit Abschluss. Sozusagen könnt` ich mir "Quali 81" auf`s Heckfenster kleben. Und wenn ich seh was ich in meinem Leben schon gemacht, erlebt und geleistet habe bin ich stolz drauf ,  ich könnte ich mich "von" schreiben - und das alles "nur" mit Quali. Man kann viel im Leben erreichen - es kommt vor allem auf dich selbst an was du daraus machst. Manchmal nützt die ganze studiererei nichts wenn du im Anschluß keinen Job findest und den Frauen - bin ich der Meinung - sitzt bei der ganzen Sache eh immer die Zeit irgendwie im Nacken.

Unsere Mittlerste hat sich entschlossen im nächsten Jahr eine Ausbildung zu starten. Sie hat die Kreativität ihrer Eltern geerbt und würde in einem Büro aber versauern. Da Eltern die Stärken ihrer Kinder doch am ehesten sehen haben wir ihr als "Berufsberater" zur Seite gestanden. Unter anderem hat Man"n" ihr vorgeschlagen ein Praktikum bei einem Autosattler zu machen (Autosattler beziehen z.B.. Oldtimer- und Bootsinnenräume mit Leder, Beziehen Sofas und Sessel, machen Cabrioverdecke, Motorradsättel, Zeltplanen, Anhängerplanen etc - er ist auf alle Fälle unheimlich vielseitig. Außerdem kann man sich schulisch in der Feinsattlerei weiterbilden und designt dann Taschen, Gürtel, Geldbeutel etc.).

Sie hatte sich das Berufsprofil angesehen und zugestimmt. Schon nach ihrem ersten Praktikumstag kam sie heim und hat gesagt "Mama, ich hab` meine Berufung gefunden". Demnächst  hat sie nochmals eins dort und der Chef, mit dem ich mich auch länger über die derzeitigen Berufschancen und Lehrlinge im allgemeinen unterhalten habe, hat uns sogar gleich  zugesichert sie könnte entweder bei ihm eine Ausbildung machen oder er kann sie weitervermitteln. Hoffe also das geht nächstes Jahr klar *überdiestirnwisch* Ich bin der Meinung: Handwerk hat goldenen Boden! Es kann nicht nur studierte geben. Außerdem sehe ich gerade als Frau den Vorteil dass Berufe, die man später auch von daheim aus erledigen kann, super sind.




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